Die theologische Grundlage für die Zusammenarbeit im AfeT ist die Glaubensbasis der Deutschen Evangelischen Allianz. Erstmalig 1848 in London formuliert ist jetzt die Fassung gültig, die vom Hauptvorstand in Übereinstimmung mit dem Präsidium der Europäischen Evangelischen Allianz am 6. April 1972 beschlossen wurde:

Als Evangelische Allianz bekennen wir uns zur Offenbarung Gottes in den Schriften des Alten und neuen Testaments. Wir heben folgende biblische Leitsätze hervor, die wir als grundlegend für das Verständnis des Glaubens ansehen und die uns als Christen zu gegenseitiger Liebe, zu diakonischem Dienst und evangelistischem Einsatz eine Hilfe sein sollen.

Wir bekennen uns

  • zu Allmacht und Gnade Gottes, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes in Schöpfung, Offenbarung, Erlösung, Endgericht und Vollendung.
  • zur göttlichen Inspiration der heiligen Schrift, ihrer völligen Zuverlässigkeit und höchsten Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung.
  • zur völligen Sündhaftigkeit und Schuld des gefallenen Menschen, die ihn Gottes Zorn und Verdammnis aussetzen.
  • zum stellvertretenden Opfer des menschgewordenen Gottessohnes als einziger und allgenugsamer Grundlage der Erlösung von der Schuld und Macht der Sünde und ihren Folgen.
  • zur Rechtfertigung des Sünders allein durch die Gnade Gottes aufgrund des Glaubens an Jesus Christus, der gekreuzigt wurde und von den Toten auferstanden ist.
  • zum Werk des Heiligen Geistes, welcher Bekehrung und Wiedergeburt bewirkt, im Gläubigen wohnt und ihn zur Heiligung befähigt.
  • zum Priestertum aller Gläubigen, die die weltweite Gemeinde bilden, den Leib, dessen Haupt Christus ist, und die durch seinen Befehl zur Verkündigung des Evangeliums in aller Welt verpflichtet ist.
  • zur Erwartung der persönlichen, sichtbaren Wiederkunft des Herrn Jesus Christus in Macht und Herrlichkeit; zum Fortleben der von Gott gegebenen Personalität des Menschen; zur Auferstehung des Leibes zum Gericht und zum ewigen Leben des Erlösten in Herrlichkeit.

Evangelikale Verlautbarungen von internationalem Rang wie die Lausanner Verpflichtung von 1974 oder das Manifest von Manila von 1989 beschreiben ebenfalls wesentliche Anliegen der AfeT-Arbeit.

Die AfeT-Zeitschrift Evangelikale Theologie – Mitteilungen (ETM) geht in verschiedenen Beiträgen auf einige dieser Aspekte tiefer ein. Grundlagen und Perspektiven für die theologische Arbeit des AfeT stellt Rolf Hille, „Evangelikale Theologie als missionarische Herausforderung und missiologisches Programm“, ETM 8/2 (2002), heraus.

Die Verwurzelung im Lausanner Kongress für Weltevangelisation 1974 und die sich daraus ergebenden theologischen Herausforderungen beschreibt Helmut Burkhardt, „25 Jahre Lausanner Bewegung und die evangelikale Theologie in Deutschland“, ETM 5/2 (1999).

Mit den Fragen nach einem evangelischen Konsens, nach der Bedeutung evangelikaler Theologie und nach Sinn und Ziel theologischer Forschung bündelt Gerhard Maier „Gemeinsam glauben – Miteinander forschen“, ETM 9/1 (2003), das AfeT-Motto in seinem Festvortrag anlässlich des Jubiläums „25 Jahre AfeT“ zu einem Programmentwurf für die Zukunft.