Johann-Tobias-Beck-Preis 2001

Der Literaturpreis des AfeT wird seit 1987 jährlich vergeben zur Förderung schriftgemäßer theologischer Literatur. Er wurde zusammen mit den TVG-Verlagen R. Brockhaus und Brunnen gestiftet. Träger des JTB-Preises 2001 ist eine Arbeit, die das systematische und philosophische Werk Adolf Schlatters zum Thema hat:

Jochen Walldorf
Realistische Philosophie: der philosophische Entwurf Adolf Schlatters.

Forschungen zur systematischen und ökumenischen Theologie Bd. 90.
Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 1999. [Marburg, Univ., Diss., 1996/97]

Adolf Schlatter (1852–1938) war einer der großen Theologen des 20. Jahrhunderts. Weithin bekannt sind seine wissenschaftlichen Arbeiten zum Neuen Testament und die Studien zum neutestamentlichen Judentum, darüber hinaus auch seine systematisch-theologischen Schriften. Kaum bekannt ist hingegen, daß Schlatter sich auch um ein philosophisches Denken bemühte, das dem christlichen Glauben gemäß ist und die elementaren Strukturen der Wirklichkeit und des menschlichen Erkennens angemessen erfaßt. Die Untersuchung stellt – unter Berücksichtigung der veröffentlichten Werke wie auch unveröffentlichter Manuskripte – den philosophischen Entwurf Schlatters in seinen unterschiedlichen Aspekten (Erkenntnistheorie, allgemeine und spezielle Metaphysik) dar und erschließt so die Theologie Schlatters von der in sie eingeschlossenen Philosophie her. Abschließend wird die Konzeption Schlatters in die aktuelle philosophische und theologische Diskussion eingeordnet und die mögliche Bedeutung einer christlich orientierten Philosophie herausgestellt.

Der Autor Dr. theol. Jochen Walldorf ist Vikar in Pohlheim.

Die mit 2.000 Mark dotierte Auszeichnung wurde am Dienstag, dem 11. September in Bad Blankenburg vom AfeT-Vorsitzenden und Rektor des Albrecht-Bengel-Studienhauses, Rolf Hille (Tübingen), überreicht.


29.08.2007